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Streit für Pazifismus

vom 09.06.2017
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Ein Magdeburger Friedensmanifest fordert die evangelischen Landeskirchen auf, sich als »Kirche des gerechten Friedens« ausschließlich für gewaltfreie Wege der Konfliktbearbeitung einzusetzen. So solle die Kirche ihren Mitgliedern empfehlen, weder beim Militär noch in der Rüstungsindustrie zu arbeiten, Militärkonzerten in Kirchen wird eine Absage erteilt, die Militärseelsorge soll durch Soldatenseelsorge ersetzt werden. Die Anwerbung Minderjähriger durch die Bundeswehr wird ebenso abgelehnt wie die Werbung für den Soldatenberuf. Erarbeitet wurde das Manifest beim Kirchentag in Magdeburg in einer Friedenswerkstatt von Friedensverbänden und Vertretern der Friedensarbeit der Kirchen. Es wurde auch im Wittenberger Lutherhof verlesen, wo vor 35 Jahren ein Schwert zu einer Pflugschar umgeschmiedet wurde. Das Manifest, das in den Kirchen diskutiert werden soll, postuliert die Umkehr zu einem radikalen, christlichen Pazifismus.

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