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Und wenn der Mensch würdig wäre, weil er ein Liebender ist?

von Gunhild Seyfert vom 07.06.2019
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Roman. Religion, Mystik und Sexualität – wie das zusammenhängt, davon erzählt der Roman »Ein Winter in Istanbul« von Angelika Overath anhand dreier Handlungsstränge in unterschiedlichen Zeiten: Im Istanbul von heute begegnet ein Gymnasiallehrer für Religion und Ethik, der stets darauf bedacht ist, alles richtig zu machen, einem türkisch-griechischen Kellner, der erfrischend anders lebt. Im 13. Jahrhundert schreibt der Gelehrte und Dichter Rumi, Gründer des Sufi-Ordens der tanzenden Derwische, Zigtausende mystisch-poetische Verse. Und Mitte des 15. Jahrhunderts verfolgt Nikolaus von Kues, Philosoph, Theologe und Diplomat im Dienste des Papstes, eine besondere Mission: Mit dem Kaiser von Byzanz, dem Patriarchen von Konstantinopel und hohen Bischöfen der Ostkirche reist er auf einer überfüllten Galeere über das Mittelmeer. Die lange, gefährliche Fahrt soll sie zum Konzil nach Italien bringen, wo man angesichts der Bedrohung durch die Osmanen noch einmal versuchen will, West- und Ostkirche zu vereinigen.

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