Kritische Fragen an Biontech

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Der Gründer des Impfstoffherstellers Biontech, Ugur Sahin, hat zur Hauptversammlung des Unternehmens nicht nur Beifall geerntet. Zwar steht der medizinische und auch der wirtschaftliche Erfolg von Biontech außer Frage, doch gerade weil das Unternehmen mit seinem Corona-Impfstoff hohe Gewinne einfährt, sehen Menschenrechtsorganisationen das Management in der Pflicht, sich stärker für eine gerechte Verteilung von Corona-Impfstoffen auch im globalen Süden einzusetzen. In einem Fragenkatalog, den Amnesty International, das evangelische Hilfswerk Brot für die Welt und Oxfam zur Hauptversammlung einreichten, kritisieren die Organisationen, dass Biontech sich weigert, sein Produktions-Know-how an die Weltgesundheitsorganisation WHO weiterzugeben, damit ärmere Länder mit günstigen Impfstoffen versorgt werden können. Ihren Angaben zufolge ging im vergangenen Jahr nur ein Prozent des Corona-Impfstoffs von Biontech und seinem Partner Pfizer an Länder mit geringem Einkommen. Das Unternehmen habe fast ausschließlich wohlhabende Länder damit beliefert und so einen Nettogewinn von 10,3 Milliarden Euro erzielt. Biontech tue wenig, um die Impfstoffversorgung in ärmeren Ländern zu verbessern – konkret sind für 2022 lediglich Container-Fabriken in zwei afrikanischen Ländern geplant. »Diese Ungerechtigkeit verletzt die Menschenrechte im globalen Süden und verschärft strukturelle Ungleichheiten«, heißt es in dem Fragenkatalog.
