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Leserbrief
Teilhabe an der Macht

vom 11.06.2024
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Zu: »›Wenn wir jetzt aufhören, sind wir feige‹« (9/2024, Seite 12-16)

Frauenbewegung und Feminismus zielen darauf, dass Frauen ein freies und selbstbestimmtes Leben führen, ohne Männergewalt ausgesetzt zu sein, gleichberechtigt und mit einem Lohn für ihre Arbeit, der sie und ihre Kinder materiell unabhängig von einem »Ernährer« macht. Quotierung ist, ähnlich wie geschlechtergerechte Sprache, kein klassisches Ziel des Feminismus. Beides sind Mittel neben anderen, Teilhabe an der Macht zu erwirken. Begrenzte Mittel, sicher, doch dass sie wirken, zeigt die giftige Reaktion derjenigen, die sich bereits davon in ihrer Macht bedroht sehen. Kein mächtiger Mann wird Macht abgeben, nur weil Frauen freundlich vorschlagen, das »Konzept von Macht« abzuschaffen. Frauen brauchen gleichberechtigte Teilhabe an der Macht. Nicht, weil wir bessere Menschen wären, sondern weil Frauenrechte Menschenrechte sind. Ulrike Gramann, Berlin

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