Über alle Berge
Jeden Sommer werden Ziegen und Schafe über steile Wege auf ihre Sommerweiden geführt. Sömmerung heißt diese Schweizer Tradition, sie prägt das Land wie hier im Aletschtal. Von vielen Berghängen schallt Glockengeläut. Doch dem Almauftrieb macht der Klimawandel zu schaffen. Durch die wärmeren Temperaturen wächst das Gras zwar besser und die Saison verlängert sich, aber es sind viel mehr Tiere nötig, um die Almen abzufressen, damit das Land nicht von Gebüsch und Wald überwuchert wird. Pflanzen, Insekten und Vögel würden dadurch verschwinden, eine jahrhundertealte Kulturlandschaft ginge verloren. Diese Entwicklung droht, weil viele kleine Betriebe trotz staatlicher Förderung ihre Höfe aufgeben und es immer schwieriger wird, die Almen zu bewirtschaften. Gesucht werden neue Wege, um die einzigartige Landschaft der Schweizer Alpen zu erhalten.
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