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Aufrüstung
Angst frisst Verstand

Beispiellose Summen sollen in den nächsten Jahren für die Aufrüstung ausgegeben werden. Aber Rüstung allein erhöht nicht die Sicherheit Europas. Ein Kommentar.
von Christoph Fleischmann vom 04.06.2025
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(Zeichnung: Klaus Stuttmann)
(Zeichnung: Klaus Stuttmann)

Dies könne der letzte Sommer des Friedens sein, warnte der Militärhistoriker Sönke Neitzel von der Universität Potsdam in der Tagesschau. Im Jahr 2029 werde Russland in der Lage sein, in großem Maßstab gegen die Nato Krieg zu führen. So zitieren Politiker und Militärs ein Nato-Strategiepapier in den Medien. Die Wochenzeitung Die Zeit hat bei Experten nachgefragt und festgestellt: Das Nato-Strategiepapier hat keiner gelesen, da es geheim ist. Auf Nachfrage muss Sönke Neitzel zugeben, dass seine Prognose vom letzten Friedenssommer nur ein Szenario sei, »das wir nicht ausschließen können«. Und er präzisiert: Er halte es »für ausgeschlossen, dass Putins Panzer in Berlin oder Paris auflaufen«. Putin werde eher die Nato testen, etwa in den baltischen Staaten. Das klingt deutlich weniger dramatisch.

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