Ein Auge, weinend

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Der bekannte israelische Schriftsteller David Grossman hat im Libanonkrieg 2006 seinen Sohn Uri verloren.
In seinem neuen Buch »Aus der Zeit fallen« gibt er dem Unfassbaren Sprache und Ausdruck; mit tastendem
Stift nähert er sich seinem Gefühlschaos: Verzweiflung,
Wut, Sehnsucht. Der nachfolgende Text ist ein
ungewöhnlicher Dialog aus Aussagen des Schriftstellers und Zitaten aus dessen bislang persönlichstem Buch.
Es stimmt nicht, dass wir keine Worte haben für so einen Schicksalsschlag wie den Verlust eines Kindes. Wenn einem so etwas passiert, ist die erste Reaktion zwar oft erst mal ganz physisch: Man will schreien, wegrennen oder – wie in meinem Buch – man will sich ein Loch in die Erde graben und sich hineinlegen. Aber irgendwann kommt der Moment, wo man das Bedürfnis
wurde 1954 in Jerusalem geboren und gehört zu den bedeutendsten
Schriftstellern der israelischen Gegenwarts
literatur. Zudem gilt er als Friedensaktivist. 2008 erhielt er den Geschwister-Scholl-Preis,
2010 den Friedenspreis des Deutschen
Buchhandels. Mit »Aus der Zeit fallen« legt Grossman einige Jahre nach dem Tod seines Sohns sein bisher
persönlichstes Buch vor – Totenklage und Hymnus auf das Leben
zugleich. Aus dem Hebräischen übersetzt von Anne Birkenhauer.
Erschienen im Carl Hanser Verlag 2013. 128 Seiten. 16,90 Euro.
