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Es stinkt zum Himmel

Weil in Großställen viel zu viel Gülle anfällt, verunreinigt Nitrat das Grundwasser
von Barbara Tambour vom 23.06.2017
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Mit »guter Landluft« hat dieser Gestank nichts mehr zu tun: Wenn die Gülle aus Ställen mit Hunderten von Schweinen oder Tausenden von Hühnern auf die Felder gebracht wird, stinkt es bestialisch. Diese Mischung aus Kot und Urin von Schwein, Rind oder Geflügel ist an sich ein guter Dünger. Doch fällt in den großen, agroindustriellen Tierställen mehr davon an, als die Pflanzen auf den Äckern aufnehmen können. Die Folge: Das in der Gülle enthaltene Nitrat gelangt ins Grundwasser. Vor allem in Regionen mit Massentierhaltung liegen die Werte häufig über den gesundheitlich unbedenklichen Grenzwerten. Schon vierzig Prozent des Grundwassers in Nordrhein-Westfalen sind in schlechtem Zustand. Verschärft wird das Problem durch Gülle-Importe aus den Niederlanden: Dort wurde die Gülle-Menge, die ausgebracht werden darf, gesetzlich begrenzt. Weshalb sie jetzt auch auf deutschen Äckern landet. Folgekosten der agroindustriellen Landwirtschaft, deren Kosten die Verbraucher unter anderem über höhere Kosten für Trinkwasser zahlen müssen.

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