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Sexueller Missbrauch in Taizé

Bislang sind fünf Vorfälle bekannt, die Staatsanwaltschaft ist eingeschaltet
vom 21.06.2019
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Drei Brüder der Gemeinschaft von Taizé haben sich des sexuellen Missbrauchs von Jugendlichen schuldig gemacht. Die Taten passierten bereits vor Jahrzehnten, wurden aber jetzt erst öffentlich. Es gehe um jeweils ein oder zwei Fälle sexualisierter Gewalt gegen Minderjährige aus den 1950er- bis 1980er-Jahren. Hinweise auf Vergewaltigungen bestünden nicht, erklärte ein Sprecher der Gemeinschaft. Zuvor hatte der seit 2005 amtierende Prior Frère Alois auf der Website mitgeteilt, dass nach Rücksprache mit den bislang bekannten fünf Opfern, die sich teils schon vor mehreren Jahren an die Gemeinschaft gewandt hatten, die Staatsanwaltschaft informiert worden sei. »Diese Offenlegung ist Teil unserer Suche nach Wahrhaftigkeit.« Auf die Frage, weshalb die Gemeinschaft das Wissen um den Missbrauch so lange verschwiegen habe, antwortet Frère Alois: »Es ging mir zuallererst darum, den Betroffenen zuzuhören. Wir wollten zeigen, dass wir das ernst nehmen, was ihnen widerfahren ist. Gleichzeitig wollten die Betroffenen ihrerseits nicht an die Öffentlichkeit gehen. Aber mir ist mit der Zeit klar geworden, dass wir es nicht dabei belassen dürfen. Wir schulden es den Opfern, ihren Familien wie auch allen, die uns Vertrauen schenken.«

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