Gegen Atommüll auf dem Neckar
Mit gewaltfreien Aktionen haben AKW-Gegner den umstrittenen ersten Transport von hoch radioaktivem Atommüll auf dem Neckar am 28. Juni symbolisch aufgehalten. Bei Bad Wimpfen seilten sich vier Aktivisten mit einem Anti-Atom-Transparent von einer Brücke ab. Der Schubverband mit den Castorbehältern stoppte daraufhin, bis die Polizei die Brücke geräumt hatte. Ähnliche Proteste gab es in Gundelsheim, Heilbronn und Horkheim. Während der Kraftwerksbetreiber EnBW den Atommülltransport zu Wasser für gefahrlos hält, befürchten die Atomkraftgegner Unfälle, etwa an Schleusen. Die Initiative Neckar castorfrei! nennt die Transporte von jeweils 140 Kilo Plutonium »riskant und sinnlos«. Bis November 2018 hat das Bundesamt für kerntechnische Entsorgung fünf Transporte von insgesamt 15 Castorbehältern genehmigt.
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