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Personen und Konflikte

vom 09.07.2021
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Thomas de Maizière, ehemaliger Verteidigungsminister (CDU) und Mitglied im Präsidium des Evangelischen Kirchentags, ärgert sich über den moralischen Anspruch der Kirchen in politischen Fragen. »Es hat mich immer gestört, wenn Kirchenvertreter sagten, aus christlichen Gründen müsste etwa der Hartz-IV-Satz angehoben werden«, sagte er der »Welt am Sonntag«. An manchen Stellungnahmen der Kirchen könne man zudem den Anspruch erkennen, »ihre Position sei eine herausgehobene«. In der praktischen Politik jedoch sei die Stimme der Kirchen genauso zu gewichten wie etwa die der Gewerkschaften, sagte der 67-Jährige, der selbst in der evangelischen Kirche engagiert ist und nach der Wahl im September aus dem Bundestag ausscheidet. Ihm persönlich sei sein Glaube sehr wichtig. Er habe ihm geholfen, in Niederlagen nicht zu verzweifeln und in Erfolgen nicht hochmütig zu werden. Sein konkretes politisches Handeln habe er aber nie aus dem Glauben abgeleitet.

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