Flucht
Europa hat ein Werte-Problem
Die Schreckensmeldungen nehmen kein Ende – von Menschen, die auf der Flucht übers Mittelmeer ertrinken, von unmenschlichen Zuständen in griechischen Hochsicherheitslagern, in denen Männer, Frauen und Kinder manchmal jahrelang mehr vor sich hinvegetieren als leben, und Meldungen von Menschenrechtsverletzungen an den EU-Außengrenzen. Diese Nachrichten sind schon lange kaum erträglich. Die jüngste: Rund 2000 afrikanische Migranten haben versucht, den sechs Meter hohen Eisenzaun zwischen Marokko und der spanischen Exklave Melilla zu überwinden, dabei starben 37 Geflüchtete. Es ist ein weiteres Glied in einer traurigen Kette des Versagens der Europäer im Umgang mit Geflüchteten: Die Entmenschlichung und das Sterben von Migranten wird längst als normal empfunden.
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