Zur mobilen Webseite zurückkehren

Flucht
Europa hat ein Werte-Problem

Der Umgang mit den Toten von Melilla ist ein neuer Tiefpunkt in der EU-Flüchtlingspolitik. Europa sollte Geflüchteten mit Menschlichkeit begegnen statt mit Härte. Ein Kommentar.
von Nana Gerritzen vom 08.07.2022
Artikel vorlesen lassen
Festung Europa: Geflüchtete bei dem Versuch, den Grenzzaun zwischen Marokko und Melilla zu überqueren.
Festung Europa: Geflüchtete bei dem Versuch, den Grenzzaun zwischen Marokko und Melilla zu überqueren.

Die Schreckensmeldungen nehmen kein Ende – von Menschen, die auf der Flucht übers Mittelmeer ertrinken, von unmenschlichen Zuständen in griechischen Hochsicherheitslagern, in denen Männer, Frauen und Kinder manchmal jahrelang mehr vor sich hinvegetieren als leben, und Meldungen von Menschenrechtsverletzungen an den EU-Außengrenzen. Diese Nachrichten sind schon lange kaum erträglich. Die jüngste: Rund 2000 afrikanische Migranten haben versucht, den sechs Meter hohen Eisenzaun zwischen Marokko und der spanischen Exklave Melilla zu überwinden, dabei starben 37 Geflüchtete. Es ist ein weiteres Glied in einer traurigen Kette des Versagens der Europäer im Umgang mit Geflüchteten: Die Entmenschlichung und das Sterben von Migranten wird längst als normal empfunden.

  Gedruckt + Digital  
  Digital  

Hören Sie diesen Artikel weiter mit P F plus:

4 Wochen freier Zugang zu allen P F plus Artikeln inklusive ihh Payper.

Jetzt für 1,00 Euro testen!

Schlagwörter: Asyl EU Europa Flucht Geflüchtete
Publik-Forum
Publik-Forum
Einen Moment bitte...
0:000:00
1.0