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Inklusion: Irrweg oder Ausweg?

Gymnasiallehrer Michael Felten warnt in seinem Buch »Die Inklusionsfalle« vor dem gemeinsamen Lernen. Hat er recht?
von Heike Baier vom 21.07.2017
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Wie umstritten das Konzept der Inklusion in Deutschland ist, zeigt ein aktuelles Buch. Michael Felten kritisiert die »Inklusionseuphorie« und warnt: Eine gut gemeinte Idee ruiniere »unser Bildungssystem«. Die schulische Inklusion sei übereilt eingeführt worden und völlig unterfinanziert. Der Autor der Streitschrift »Die Inklusionfalle« war 35 Jahre lang Mathematiklehrer an einem Gymnasium in Nordrhein-Westfalen. Ebenso glaubhaft wie schockierend beschreibt er, was in der Inklusionsrealität dieses Bundeslandes derzeit schiefläuft. Seine Beispiele handeln von Lehrern an Regelschulen, die »im Hauruckverfahren zum Schmalspur-Sonderpädagogen« fortgebildet werden; von verhaltensauffälligen Schülern, die ganze Klassen auf Monate hin lahmlegen und die eigentlich für viele Lerngruppen zuständige Sonderpädagogin alleine an sich binden; von Inklusionsklassen in der Sekundarstufe, in denen 9 von 21 Kindern Förderbedarf haben und es dennoch weder einen permanent anwesenden Sonderpädagogen noch einen kontinuierlich begleitenden Klassenlehrer gibt; und schließlich von den stillen und braven Kindern, die in diesen Settings komplett untergehen.

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