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Wo keiner mehr hinschaut

»Länder im Schatten«, etwa in Afrika, brauchen eine neue Solidaritätsbewegung
von Thomas Seiterich vom 21.07.2017
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Aufmerksamkeit und Solidarität sind rare, leicht flüchtige und auf dem Markt der Öffentlichkeit hart umkämpfte Güter. Ein Beispiel dafür liefert der Ausfall der deutschen Anti-Apartheid-Bewegung. Sie bestand großteils aus kritischen Christen und wurde von Kirchen unterstützt. Dies lag nahe, denn die weiße reformierte Kirche Südafrikas legitimierte die Rassenherrschaft mit Worten aus der Bibel. Doch jene kreative Bewegung für die Opfer des Rassismus endete 1995. Denn alles schien erreicht nach dem gewaltfreien Sieg des Friedensnobelpreisträgers Nelson Mandela und seines antirassistischen African National Congress ANC und nach dem Erfolg des weltweit ersten Wahrheits- und Versöhnungsprozesses unter ehemaligen Feinden.

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