Im Kapitalismus siegt das Gute nicht
Krimi. Ist das ein Kriminalroman oder eine Gesellschaftsstudie? Dominique Manotti beschreibt auf knapp 400 Seiten, kühl und verstörend zugleich, die Machenschaften bei der Übernahme einer großen französischen Energiefirma durch die amerikanische Konkurrenz. Mord, Betrug, unerwartete Festnahmen ebenso wie unverhoffte Beförderungen sind kaum mehr als Nebengeräusche in einer groß angelegten Intrige, zu der Regierungsstellen wie auch die Spitzen der Polizei standhaft schweigen. Nur eine kleine Spezialeinheit der Pariser Polizei bemüht sich um Aufklärung der rätselhaften Todesfälle im Umfeld der Intrigen. An höherer Stelle hat man jedoch wenig Interesse daran und lässt die Ermittler immer wieder auflaufen. Aber die engagierte Kommissarin und ihr eingeschworenes Team lassen sich nicht beirren. Sie hören sich um, lassen ihre Beziehungen spielen und stoßen auf so manche Leiche im Keller. So kriegen sie allmählich heraus, wer welche Strippen warum zieht und wer davon profitiert. Aber es hilft nichts; anders als im klassischen Krimi siegt am Ende das Gute nicht.
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