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Personen und Konflikte

vom 27.07.2018
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Walter Homolka, Rektor des Abraham-Geiger-Kollegs und Professor für Jüdische Religionsphilosophie in Potsdam, wirft dem emeritierten Papst Benedikt XVI. vor, die christliche Identität auf Kosten der jüdischen zu formulieren. Grund ist ein Artikel von Benedikt XVI. in der Zeitschrift Communio. Darin – so sieht es Homolka – vertrete Benedikt die Auffassung, dass die Juden zwar Volk Gottes seien, die Wahrheit aber im Christentum liege, weil der Sinai-Bund Gottes mit Israel durch den Christusbund ersetzt worden sei. »Wer die Rolle des Judentums so beschreibt, baut mit am Fundament für neuen Antisemitismus auf christlicher Grundlage«, kritisiert Homolka. Der Schriftleiter der Zeitschrift Communio, Jan-Heiner Tück, verteidigte Benedikt. Zwar bleibe am Ende seines Artikels »etwas undeutlich«, worin für Christen »die bleibende heilsgeschichtliche Stellung des Judentums« bestehe. Doch Benedikt sage klar, »dass das Judentum für Christen eine besondere Stellung habe – schon allein deshalb, weil es Besitzer der Heiligen Schrift ist.«

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