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Papst Franziskus revidiert Entscheidung seines Vorgängers
Alte Messe wieder ins Museum

Papst Franziskus schränkt den tridentinischen Ritus wiede stark ein. Damit wendet er sich gegen eine Entscheidung seines Vorgängers Benedikt XVI.
vom 23.07.2021
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Die Messe nach tridentinischem Ritus wurde von Papst Franziskus ausgebremst. (Foto: pa/Marijan Murat)
Die Messe nach tridentinischem Ritus wurde von Papst Franziskus ausgebremst. (Foto: pa/Marijan Murat)

Es ist eine spektakuläre Kehrtwende und ein Affront gegen Benedikt: Papst Franziskus schränkt die Feier der »Alten Messe« nach dem tridentinischen Ritus wieder stark ein. »Zur Verteidigung der Einheit der Kirche sehe ich mich gezwungen, die von meinen Vorgängern gewährte Möglichkeit zu widerrufen«, schreibt Franziskus im Begleitbrief zu einem neuen Erlass. Darin wird festgehalten, dass künftig allein der Ortsbischof oder der Ordensobere entscheidet, in welcher Kirche an welchen Tagen welcher Priester im alten Ritus die Eucharistie feiern darf. Lesungen müssen in der Landessprache, nicht in Latein, vorgetragen werden. Pfarrkirchen sind ausgeschlossen; auch dürfen für solche Feiern keine Personalgemeinden mehr gegründet werden. Benedikt XVI., der eine Vorliebe für den alten Ritus hat, erhoffte sich von der Aufwertung des vorkonziliaren Messbuchs eine Versöhnung mit den traditionalistischen Pius-Brüdern. Doch die angebotene Erleichterung, so Franziskus, wurde ausgenutzt, um Gräben zu vergrößern. Auch der christlich-jüdische Dialog wurde durch Benedikts Entscheidung von 2007 belastet. Kritisiert wurde die Neuformulierung der Karfreitagsbitte, in der um die Bekehrung der Juden gebetet wird.

Dieser Artikel stammt aus Publik-Forum 14/2021 vom 23.07.2021, Seite 42
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Schlagwort: Messe
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