Ausgepinselte Utopien
Der Maler Hartmut Kiewert, geboren 1980, beschäftigt sich seit 13 Jahren aus herrschaftskritischer Perspektive mit dem Mensch-Tier-Verhältnis. Zum heutigen gesellschaftlichen Umgang mit Tieren zeigt er Gegenbilder: Schweine, Kühe und Hühner sind aus Mastanlagen und Schlachthöfen befreit. Die Tierindustrie ist ruiniert. Menschen und andere Tiere begegnen sich in Parks, Einkaufszentren und Straßen. Es geht nicht mehr ums Beherrschenwollen, sondern um Verwandtschaft. Auch wenn manche der Bilder an biblische Paradiesvorstellungen erinnern, hält Kiewert die Verwirklichung der Utopie im Hier und Jetzt für möglich. Er glaubt weder an ein Jenseits noch an höhere Mächte, aber daran, dass Menschen sich auch jenseits von Markt, Staat, Patriarchat und Tierausbeutung organisieren können.
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