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Hoffnung für die Donau

Um den Bau von Staustufen zu verhindern, beteten Christinnen und Christen am Ufer des Stromes – und hatten Erfolg. Heute stehen Klimakrise und Krieg im Zentrum der ökumenischen Gebete
von Barbara Tambour vom 18.07.2023
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Können Gebete Erfolg haben? Können betende Menschen politische Entscheidungen beeinflussen? An der Donau bei Niederalteich sind sie davon überzeugt, dass ihre Gebete die Auseinandersetzung um den geplanten Bau von drei Staustufen und eines Kanals maßgeblich beeinflusst haben. Auf ein ganz anderes Niveau seien die Diskussionen gehoben worden, sagt Marlis Thalhammer, eine der Initiatorinnen der Gebete: »Als es uns gelungen war, die Bundeswasserstraße Donau zur Schöpfung Gottes umzudefinieren, ist es der christlich orientierten Staatsregierung immer schwerer gefallen, ihre Pläne zu verwirklichen.« Nach fast 20 Jahren monatlichen Gebets und politischen Kampfes gemeinsam mit anderen stand im Jahr 2002 fest: Die 70 Flusskilometer zwischen Straubing und Vilshofen sollen so naturnah wie möglich bleiben. Denn die Auen und Altarme, die Kiesbänke und Überschwemmungsgebiete sind der Lebensraum seltener und bedrohter Vögel, Pflanzen und Fische, allesamt angepasst an wechselnde Wasserstände und unterschiedliche Uferzonen. Der Bau von Staustufen hätte die Ökosysteme vernichtet. Dass es sie noch gibt, ist also maßgeblich einer Gruppe von Christinnen und Christen zu verdanken. Drei kirchliche Gruppen in Niederalteich – ein Bibel-, ein Herzensgebetskreis und der Arbeitskreis Brasilien der Katholischen Landvolkshochschule – schlossen sich 1994 zum ökumenischen Aktionskreis Lebendige Donau zusammen. »Wir spürten: Ein Stück von Gottes Schöpfung wird an der Donau zerstört, wenn wir nichts dagegen tun«, erinnert sich Marlis Thalhammer. Seitdem gibt es die Donaugebete.

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Schlagwörter: Hoffnung Umweltschutz
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