Malen gegen die Angst

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Hamburg. Kunstvoll getuschte Speisekarten hängen im Schaukasten des Nobelrestaurants. Die Fensterfront gibt den Blick frei auf die Elbe und den Hafen mit seiner bizarren Kulisse aus Kränen. Die Große Elbstraße in Hamburg-Neumühlen - ein städtebauliches »Filetstück«. Doch neben dem schicken Gebäude ragt ein Wellblechkasten in den Himmel. »Zentrale Erstaufnahmeeinrichtung« heißt es auf dem Schild neben einem der drei Eingänge. Metalltreppen führen hinauf in das Flüchtlingsschiff »Bibby Altona«.
Im Untergeschoss des Containers auf dem Fluss steht Hasbulat an einer Staffelei. Das Haus, das er entwirft, ist schwarz. Es hat viele Ecken: »Ein Labyrinth«, erklärt der achtjährige Junge aus Aserbaidschan. Er taucht den Pinsel ein und zieht eine blutrote Linie - vom Haus über den sandfarbenen Hintergrund direkt unter den schwarzen Himmel. D
