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Gott ist eine Anstrengung, Götter sind ein Vergnügen

Der Ein-Gott-Glaube führe zu mehr Gewalt, sagen Jan und Aleida Assmann. Der Wiener Theologe Jan-Heiner Tück widerspricht
von Hartmut Meesmann vom 10.08.2018
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Dass der Konstanzer Kulturwissenschaftler und Ägyptologe Jan Assmann – zusammen mit seiner Frau Aleida – in diesem Jahr den Friedenspreis des Deutschen Buchhandels erhält, kommt nicht von ungefähr. Denn der 71-Jährige hatte vor Jahren eine kontroverse, aber wichtige Debatte unter Kulturwissenschaftlern, Theologen und Philosophen angestoßen. Es ging um die monotheistischen Religionen, also Religionen, die an einen einzigen Gott glauben. Ihnen warf Assmann vor, mit ihrer Unterscheidung von »richtig« und »falsch« in Dingen des Glaubens einen unbedingten Wahrheitsanspruch eingeführt und damit den Grundstein für einen intoleranten und mitunter auch gewalttätigen Umgang mit Andersdenkenden »im Namen Gottes« gelegt zu haben. Der Stiftungsrat des Deutschen Buchhandels resümiert, Assmann habe mit seinen Schriften über den Zusammenhang von Religion und Gewalt sowie absolutem Wahrheitsanspruch und Intoleranz einen unverzichtbaren Beitrag zum Verständnis der Friedensbereitschaft und Friedensfähigkeit der Religionen in der Weltgesellschaft geleistet.

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