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Seehofers Wandel

Vom Christsozialen zum Rechtspopulisten: Wie der CSU-Chef dem rechten Rand entgegenkommt
von Ludwig Greven vom 10.08.2018
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Horst Seehofer konnte früher nett sein, selbst gegenüber Frauen. Er war sogar selbstkritisch. Einige Zeit nach der Bundestagswahl 1998, als Rot-Grün an die Macht kam, und er sein Amt als Bundesgesundheitsminister verlor, geriet seine Nachfolgerin Andrea Fischer von den Grünen stark unter Druck. Doch Seehofer verteidigte seine politische Gegnerin. »Die macht das prima, die ist so furchtlos wie ich«, sagte er in der Lobby des Bonner Wasserwerks, des damaligen provisorischen Plenarsaals. Das Gesundheitsressort sei das schwierigste. Da müsse man ständig gegen mächtige Lobbyverbände kämpfen. »Manchmal bin auch ich da gescheitert.«

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