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Auch das ist Europa

Die Seenotrettung im Mittelmeer wird getragen von der Zivilgesellschaft
von Ulrike Scheffer vom 09.08.2019
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Über die Asyl- und Flüchtlingspolitik der EU gibt es seit Jahren nichts Positives zu berichten. Auch der jüngste Vorstoß einer Reihe von EU-Staaten, eine »Koalition der Hilfsbereiten« zur Aufnahme von Flüchtlingen zu schmieden, die aus Seenot gerettet wurden, ist auf wenig Bereitschaft gestoßen. Doch die Bürger handeln, jedenfalls in vielen westlichen Mitgliedsstaaten. Während die Regierungen ihre gemeinsame Marinemission eingestellt haben, nehmen Schiffe privater Organisationen beinahe täglich im Mittelmeer Menschen an Bord, die sonst womöglich ertrunken wären. Ärzte ohne Grenzen und SOS Méditerranée haben gerade erst ein neues Schiff auf den Weg geschickt. Sein Einsatz kostet 14 000 Euro pro Tag. Das Geld kommt von Spendern aus ganz Europa, die sich nicht davon abschrecken lassen, dass immer wieder Rettungsschiffe beschlagnahmt und Kapitäne verhaftet werden.

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