Obdachlosen-Protest in Madrid
In der spanischen Hauptstadt protestieren Obdachlose seit mehr als hundert Tagen gegen die Wohnungsnot. Die Zahl der Teilnehmer steigt von Woche zu Woche. Rund zweihundert Menschen fordern, dass Artikel 47 der spanischen Verfassung erfüllt werde, der allen Spaniern eine »würdige und geeignete Unterbringung« garantiert. Die Madrider Behörden hatten im Zuge der Schuldenkrise 5000 öffentliche Sozialwohnungen an Investmentfonds verkauft. Laut der Caritas gibt es in Spanien 40 000 Obdachlose. Gleichzeitig beziffert das katholische Hilfswerk die Anzahl leerstehender Wohnungen auf rund dreieinhalb Millionen.
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