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Wie wir Freundinnen wurden

Eine dreißigjährige Freundschaft, die es ohne die deutsche (Kirchen-)Teilung so nicht geben würde
von Annett Mahn vom 09.08.2019
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Ende der 1970er-Jahre im Osten Deutschlands. In einer kleinen (Kirch-)Gemeinde in Ebersbach, mitten in Sachsen, trifft sich eine Handvoll Jungen und Mädchen jeden Freitagabend zum Konfirmandenunterricht. Eine Stunde wird über Glaubensinhalte diskutiert. Themen sind das Leben und die Lehre Martin Luthers, Gebete und Lieder sowie das Glaubensbekenntnis und die Zehn Gebote. Wer konfirmiert werden möchte, nimmt am »Konfi-Unterricht« teil und legt eine »Konfi-Prüfung« ab. So wird es in allen evangelisch-lutherischen Gemeinden praktiziert – so auch in der 300 Kilometer entfernten Partnergemeinde in Niedersachsen. Während sich Kerstin, Jens, Annett, Michael und Ulf mit Pfarrer Helbig in der DDR auf die Konfirmation vorbereiten, treffen sich im niedersächsischen Kirchgellersen Imke, Christel, Ralf und Thorsten mit Pfarrer Frese. Von den angehenden Konfirmanden weiß keiner etwas von den anderen »drüben«. Zu weit weg erscheint diese andere Welt – nicht nur geografisch. Doch vor Weihnachten verteilt Pfarrer Frese Adressen von gleichaltrigen Konfirmanden aus der Partnergemeinde im Osten und erzählt von der traditionellen »Weihnachtsaktion«: Zum einen ging es darum, sich gegenseitig kennenzulernen; zum anderen sollte ein Zeichen der Verbundenheit und eine kleine Unterstützung an die »Ostbrüder und -schwestern« gesendet werden.

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