Kirchliche Geldanlagen
Demut und Rendite
Ob Aktien oder Fondsanteile, für die Vermögen der Kirchen ist dieser Sommer voller guter Absichten. Im Juli stellten die Deutsche Bischofskonferenz (DBK) und das Zentralkomitee der Katholiken (ZdK) ihre aktualisierte »Orientierungshilfe für kirchliche Investoren« vor. Sie verlangt ethisch-nachhaltige Anlagen, sozial wie für Umwelt und Klima verträglich und auch ohne aggressive Steuervermeidung. Facebook-Aktien gingen also nicht. Erst zwei Wochen zuvor hatte die Evangelische Kirche in Deutschland (EKD) ein Papier für ein gerechteres nachhaltiges Finanzsystem präsentiert. Auf dem Weg dorthin sei sie selbst »Mahner, Mittler und Motor«, schreibt der EKD-Vorsitzende Heinrich Bedford-Strohm im Vorwort. Die harte Alternative »Gott oder Geld« lehnt er ab. Aber Kirche und Diakonie als große Anleger sieht er in der Vorbildrolle: Durch ihr Geschäftsverhalten trieben sie ethisch-nachhaltige Geldanlagen insgesamt voran.
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