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Wirtschaft
Firma zu verschenken

Was passieren kann, wenn ein Konzern eine junge Firma kauft, hat Achim Hensen selbst erlebt. Es zerstörte eine besondere Firmenkultur. Heute hilft er mit der Purpose-Initiative anderen Unternehmen, sich unverkäuflich zu machen. Und unvererbbar.
von Katja Michel vom 19.08.2021
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Die Gründer der Purpose-Initiative: Die Zwillingsbrüder Achim und Adrian Hensen (Foto: soulworx.de)
Die Gründer der Purpose-Initiative: Die Zwillingsbrüder Achim und Adrian Hensen (Foto: soulworx.de)

Achim Hensen, ein 36 Jahre alter Firmengründer aus Bremen, bringt Menschen dazu, etwas zu tun, das völlig verrückt klingt: ihre Firmen zu verschenken. Hensen, das kann man so sagen, arbeitet an einer Revolution. Es war ein Tag im Oktober 2016, als er zum Che Guevara der deutschen Wirtschaft wurde. Hensen arbeitete damals beim Bremer Vermietungsportal Traum-Ferienwohnungen.de. Ein Mitarbeiter des Springer-Konzerns kam ins Büro, um die vermeintlich frohe Botschaft zu verkünden: Ihr seid jetzt Teil der Springer-Familie, zur Feier des Tages: Pizza für alle! Die Springer-Tochter Leisure-Group hatte Traum-Ferienwohnungen gekauft. Hensen war seit fünf Jahren dabei und einer der wichtigsten Mitarbeiter. Von dem Deal hatte er gerade einmal zwei Wochen zuvor erfahren. Nach Feiern war ihm nicht zumute. Auch nicht nach Pizza. »Für mich«, erzählt er, »war das der Anfang vom Ende.« Denn Traum-Ferienwohnungen war bis dahin ein ganz besonderes Unternehmen.

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