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Diskriminierung afghanischer Frauen nimmt zu

vom 05.08.2022
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Zu Hause schuften statt Schulbildung: Ein Mädchen an einer öffentlichen Wasserpumpe in Kabul (Foto: PA/AP/Ebrahim Noroozi).
Zu Hause schuften statt Schulbildung: Ein Mädchen an einer öffentlichen Wasserpumpe in Kabul (Foto: PA/AP/Ebrahim Noroozi).

Seit der Machtergreifung der Taliban hat sich das Leben von Frauen und Mädchen in Afghanistan spürbar eingeschränkt. Das geht aus einem Bericht der Menschenrechtsorganisation Amnesty International hervor. »In weniger als einem Jahr seit der Machtübernahme der Taliban in Afghanistan hat deren drakonische Politik Millionen Frauen und Mädchen ihres Rechtes auf ein sicheres, freies und erfülltes Leben beraubt«, sagte Generalsekretärin Callamard. Fast in jedem Bereich ihres Lebens mache sich das Repressionssystem bemerkbar. »Jedes alltägliche Detail – ob sie zur Schule gehen, ob sie arbeiten, ob und wie sie das Haus verlassen – wird kontrolliert und massiv eingeschränkt.« Dem Bericht zufolge dürfen Frauen längere Reisen nur noch mit einem männlichen Begleiter unternehmen. Auch die Flucht vor häuslicher Gewalt hat sich für Frauen erschwert. Höhere Mädchenschulen sind seit der Machtübernahme der militanten Islamisten im August 2021 geschlossen. Amnesty berichtet von Inhaftierungen, Folter und sogar dem Verschwinden von Demonstrantinnen (vergleiche Im Blick ab Seite 44).

Dieser Artikel stammt aus Publik-Forum 15/2022 vom 05.08.2022, Seite 24
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