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Leserbrief
Mehr Arbeit für Reiche

vom 05.08.2022
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Zu: »Müssen wir bald mehr und länger arbeiten?« (13/22, Seite 8)

Mein erster Eindruck: Kann man so daneben liegen? Die Fragestellung ist rückschrittlich. Der Planet ist am Ende der Nachhaltigkeitsmöglichkeiten, doch das spielt hier leider keine Rolle. Unverantwortliches »Weiter so« gehört nicht in eine zukunftsorientierte Redaktion, auch wenn der notwendige Gewerkschaftsansatz zur Produktivität seit Langem missachtet wird und hier mit Frau Lagarde als Hoffnungsträgerin zum hoffnungslosen Absch(l)uss kommt. Vielleicht für die nächsten Ausgaben diskutieren: »Dürfen wir noch wachsen?« Ludger Klein-Ridder, Gütersloh

Dieser Artikel stammt aus Publik-Forum 15/2022 vom 05.08.2022, Seite 58
Der Riss ist tief
Der Riss ist tief
Wie Betroffene von Missbrauch die falschen Gewissheiten der Kirchen entlarven

Selbstverständlich kommt es auf die Produktivität an. Zum Beispiel gab es in den 1960er-Jahren noch keine Personal Computer, damals hieß es: »So was braucht eine kleine Firma oder gar eine Privatperson nicht.« Heute werden viele Arbeitsstunden nicht nur in Büros von »so was« ersetzt. Inzwischen können in immer weniger Arbeitsstunden immer mehr Dinge produziert und verwaltet werden. Da liegt es doch nahe, dass die Menschen immer weniger arbeiten müssen, um das Gleiche zu erreichen. Wenn die Maschinen beziehungsweise ihre Eigentümer für die Maschinen Steuern zahlen müssten, wäre sicher auch genug Geld für die notwendige Care-Arbeit da. Doris Rüb, publik-forum.de

Wenn man Dierk Hirschel durch seine Zugehörigkeit zu Verdi gleich verorten kann, dann wäre es nett, die neoliberalen Netzwerke, in denen sich Gunther Schnabl befindet, auch zu kennzeichnen. Das gehört zur Fairness. Eigentlich müssen nur Besserverdienende und Beamte länger arbeiten, die werden im Schnitt zehn Jahre älter; das heißt: Gunther Schnabl bis 75, dann kann ein Malocher mit 65 Jahren in Rente; und wenn alle einzahlen, ginge das richtig gut, oder? Lothar Hinsch, Schliengen

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