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Wie ein Bußgeld- bescheid

Das jüngste Schreiben aus Rom zum »Synodalen Weg« ist ein Dokument tiefen Misstrauens
von Matthias Drobinski vom 05.08.2022
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(Zeichnung: Mester)
(Zeichnung: Mester)

So also sieht ein Gruß aus Rom aus: ein 15 Zeilen kurzes Schreiben ohne Unterschrift, veröffentlicht ohne jede Vorab-Kommunikation mit den Empfängern. Der Ton der Ende Juli veröffentlichten Erklärung ist von oben herab: Der Synodale Weg in Deutschland sei »nicht befugt«, Bischöfe und Gläubige »zur Annahme neuer Formen der Leitung und neuer Ausrichtung der Lehre und Moral zu verpflichten«. Das klingt ungefähr wie ein – auch ohne Unterschrift gültiger – Bußgeldbescheid für zu schnelles Fahren, mit dem der Staat dem renitenten Bürger mal kurz den Instrumentenkasten des Gewaltmonopols zeigt: Lenke lieber gleich ein, sonst wird es nur noch teurer für dich.

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