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Am Abgrund

In der Hauptstadt von Burkina Faso helfen schon die Jüngsten ihren Eltern bei der schweren Arbeit in der Mine. Sie begeben sich dabei in Lebensgefahr. Lokale Initiativen wollen die Kinder von den Minen fernhalten – können aber nicht alle rettenText: Kristin Kasten / Fotos: Sascha Montag
vom 01.08.2023
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Ein tiefes Loch klafft in der Erde. Steile, nur mit Steinen und zerschlissenen Autoreifen befestigte Pfade führen hinab. Unten verbrennen Männer Reifen unter der rotbraunen Erde. Die hohen Temperaturen sollen das Granitgestein für den Abbau lockern. Der Geruch des verbrannten Gummis brennt im Hals. Zwei Straßen weiter schallt das Lachen kleiner Kinder über eine Mauer. Dahinter toben die Vorschulkinder über den sandigen Pausenhof. »Alle Kinder reinkommen!«, ruft Lehrer Rahim Kabre mit kräftiger Stimme. Seine sauberen Hände sind der Beweis für einen glücklichen Zufall, der ihn aus dem Moloch der Granitmine herausgerissen hat. Er weiß noch, wie es sich anfühlt, wenn die Hände rau und aufgerissen sind und voller Schwielen. Als Jugendlicher musste er Steine hacken, schleppen und zerschlagen. Heute unterrichtet er die Kinder der Minenarbeiter.

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Schlagwörter: Armut Bildung
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