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Editorial
Liebe Leserin, lieber Leser,

vom 01.08.2023
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fünf Mal verbrachte ich jeweils rund zwei Wochen in Kabul. Im Auftrag des Auswärtigen Amts und der Deutschen Welle sollte ich afghanischen Journalisten das Handwerk beibringen, aber auch über die Rolle der freien Presse in einer Demokratie aufklären. Die Aufenthalte waren für mich prägend, und ich wurde gut bezahlt. Doch hat es sich auch für die jungen Afghaninnen und Afghanen gelohnt? Spätestens seit die Taliban in dem Land wieder die Macht übernommen haben, bezweifle ich das doch sehr. Das geht in der Entwicklungszusammenarbeit offenbar nicht nur mir so. Einige Initiativen haben sich gegründet, die die traditionelle Art zu helfen infrage stellen. Gut gemeint ist sie fast immer, aber ist sie auch gut? Give Directly, zum Beispiel, verfolgt den Ansatz, Menschen direkt Geld zu überweisen – ohne Bedingungen. Aus meiner Sicht ein Ansatz, der für die Entwicklungsarbeit so revolutionär sein könnte, wie das I-Phone für die Kommunikation (Seite 12).

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