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Streitfragenzur Zukunft
Bedroht mehr Basisdemokratie die Demokratie?

Ja, in Zeiten der Populisten erst recht Wer jetzt nach mehr Bürgerbeteiligung verlangt, sägt an den Fundamenten unserer Demokratie
von Laszlo Trankovits vom 25.08.2017
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Ein kleines Experiment hat mir oft geholfen, wenn ich auf Veranstaltungen vor »zu viel Demokratie« warnte. »Denken Sie einmal an Ihren Nachbarn zu Hause – möchten Sie wirklich, dass er morgen direkt über die Schulpolitik, die Renten oder den Lärmschutz mitbestimmt?« Meist ging ein Raunen durch den Saal, manche lachten. In vielen Gesichtern ließ sich der Widerwille vor diesem Gedanken ablesen – oft sank die Zahl der Befürworter von mehr Basisdemokratie deutlich. Denn was auf den ersten Blick wie ein gutes Rezept wirkt, entlarvt sich bei genauem Hinsehen als blanke und gefährlich Illusion. Die wachsende Kluft zwischen Bürgern und Politikern, die allgemein beklagte Politikverdrossenheit lassen sich ganz sicher nicht mit noch mehr Urnengängen oder anderen Formen der Basisdemokratie bekämpfen. Wir brauchen nicht mehr, sondern eher weniger Beteiligung. Vor allem brauchen wir mehr Vertrauen in das repräsentative System.

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