Die linke Lücke schmerzt
Auf der Polit-Bühne gibt es derzeit zwei betrachtenswerte Szenen eines Stückes. Eine bedrohliche und eine deprimierende. Erster Akt: In Europa baut sich eine politische Landschaft auf, bestehend aus zwei Lagern: eine Rechte diesseits oder jenseits der Demokratiegrenze, inspiriert von Leuten wie dem rechtsextremen Stephen Bannon. Als Gegengewicht die neoliberale Macron/Merkel-Mitte. Und links? Klafft eine Lücke. In Deutschland steht die SPD unter Schock, ist zerstritten. Die Linke ebenso und droht marginalisiert zu werden. Die Grünen sind nach allen Seiten offen und konturlos. Egal, wo man politisch steht: Das Land bräuchte nichts dringlicher als eine kräftige, geeinte Linke. Für das demokratische Klima. Für den gesellschaftlichen Streit. Für diejenigen, die benachteiligt sind. Als Widerpart in einem befürchteten Kulturkampf von rechts.
Sie haben bereits ein
-Abo? Hier anmelden
