»Theologen mögen weiter streiten ...«
Warum ich unterschrieben habe? Für mich als Ausleger der Eucharistietexte im Neuen Testament stehen folgende Aspekte im Vordergrund: In diesen Texten wird die Erinnerung an das letzte Mahl Jesu und an seinen Tod betont. Durch diese »Danksagung« – eucharistia – wird Gemeinschaft gestiftet. Bei der Frage nach der »Vergegenwärtigung« kann der biblische Glaube an die Gegenwart Gottes im Alten und Neuen Testament leitend sein – jenseits philosophischer Kategorien, die kein »einfacher« Gläubiger versteht. Das real geglaubte Handeln Gottes in der Schöpfung, in der Geschichte, im ewigen Bund mit Israel und den Völkern, in Jesus und seiner Gemeinde, in der Gegenwart und Zukunft, vermag heutigen Menschen eine Stärkung auf dem eigenen Weg zu sein. Über die genaue Gegenwart mögen Theologen weiter streiten. Sie dürfen aber nicht vergessen: Sie sollen Diener des Glaubens sein.
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