Gewalt an Europas Außengrenzen
An den Außengrenzen der EU erleben Flüchtlinge oft brutale Gewalt durch Grenzschützer. Sie werden verprügelt, mit Scheinhinrichtungen eingeschüchtert oder mit Hunden gejagt – unter Duldung der EU-Grenzschutzagentur Frontex. Das berichtet das ARD-Politmagazin Report München. Gemeinsam mit dem britischen Guardian und dem Recherchezentrum Correctiv haben die ARD-Journalisten interne Dokumente von Frontex ausgewertet. Die Vorwürfe beziehen sich vor allem auf Grenzschutzpersonal in Bulgarien, Ungarn und Griechenland. Ungarische Grenzer etwa sollen afghanische Jugendliche bis zur Bewusstlosigkeit mit Hunden durch den Wald gehetzt haben. Aus den Dokumenten geht hervor, dass Frontex schon lange von »exzessiver Gewalt durch die Polizei« und »Misshandlungen von Migranten« weiß – aber bislang nichts dagegen unternimmt. Die Frontex-Grundrechtsbeauftragte erhob bereits im März Vorwürfe gegen die eigene Agentur. Die Europäische Kommission verspricht, die Vorwürfe aufzuklären.
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