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Die Kirchen und Lukaschenko

Vor allem die weißrussische orthodoxe Kirche steht vor einer Zerreißprobe
vom 28.08.2020
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Die Proteste gegen den weißrussischen Diktator Alexander Lukaschenko fordern auch die Kirchen im Land heraus. Die weißrussische orthodoxe Kirche – zahlenmäßig die größte – steht besonders unter Druck, denn sie gehört zum Patriarchat von Moskau. Ihr ranghöchster Geistlicher, der Metropolit von Minsk, wird vom Moskauer Patriarchat entsendet. Dort bewertet man die Proteste als eine vom Westen gesteuerte Aktion, mit dem Ziel, die russische Kultur und mit ihr die russisch-orthodoxe Kirche zurückzudrängen. Juriy Kot, ein Sprecher des Weltrats des russischen Volkes, der vom Moskauer Patriarch Kyrill geleitet wird, sagte der Nachrichtenagentur Interfax: »Das prowestliche Projekt für Weißrussland braucht die weißrussische Wirtschaft nicht, dieses Projekt braucht das Volk von Belarus nicht, und vor allem nicht die weißrussischen orthodoxen Gläubigen.« Wer noch Zweifel habe, solle auf die Ukraine schauen und werde verstehen, dass es »in Belarus noch schlimmer kommen wird, viel schlimmer«.

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