Ewige Liebe zum Asphalt

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Verspätete Züge, technische Pannen, spärliche Informationen – der Ärger über die Deutsche Bahn ist grenzenlos, speziell nach dem Debakel am Mainzer Hauptbahnhof. Und für diesen Ärger gibt es genügend Gründe. Allerdings ist die Deutsche Bahn nur ein Teil des Problems. Mitverantwortlich für die Misere ist eine Verkehrspolitik, die zwar Umweltschutz proklamiert, aber das Schienennetz stärker ausgedünnt hat als die meisten anderen EU-Staaten.
Nach Angaben der EU-Kommission sank die Länge der Schienentrassen in der EU seit 2000 um durchschnittlich zwei Prozent, während die 27 EU-Staaten ihre Autobahnen um 27 Prozent ausbauten. Besonders wenig wert auf die Schiene wird offenbar in Deutschland gelegt: Hier ließen die Regierungen das Netz um acht Prozent schrumpfen, w
Wer die Bilanz der
Deutschen Bahn
für das vergangene Jahr liest, bekommt leuchtende Augen:
Der Konzern steigerte seinen Umsatz um 3,7 Prozent auf 39,3 Milliarden Euro und erwirtschaftete unterm Strich 1,5 Milliarden Euro Gewinn. 2012 nutzten in Deutschland knapp zwei Milliarden Menschen die Bahn, 49 Millionen mehr als im Jahr zuvor – und so viele wie noch nie. Insgesamt sei nur der Güterverkehr auf der Schiene rückläufig. Diese positive Bilanz erwähnt den Dauerärger der Bahn mit ihren Kunden mit keinem Wort. Gleichzeitig zeigt sie jedoch, wie groß das Interesse der Menschen an einem gut funktionierenden öffentlichen Verkehr ist.
