Zur mobilen Webseite zurückkehren

Nur mit Halsband zur Hadsch

vom 07.09.2018
Artikel vorlesen lassen

Die chinesische Regierung macht es ihren muslimischen Staatsbürgern immer schwerer, an der traditionellen Wallfahrt nach Mekka teilzunehmen. 2016 durften noch 14 500 chinesische Muslime nach Mekka reisen, dieses Jahr waren es nur 11 500. Muslime, insbesondere aus der Volksgruppe der Uiguren, stünden unter Generalverdacht, beklagt die Gesellschaft für bedrohte Völker. Chinesische Mekka-Pilger würden gezwungen, während der Reise »ein Halsband mit GPS- und QR-Code zu tragen, dem jederzeit Name, Adresse, Foto und aktueller Standort über eine entsprechende App zu entnehmen sind«. Dies sei menschenverachtend und eine massive Verletzung der staatlich zugesicherten Religionsfreiheit. Die staatlich gelenkte Islamische Vereinigung Chinas verteidigt das Vorgehen mit der Sorge um die Sicherheit der Pilger. So könne verhindert werden, dass sich Teilnehmer einer Reisegruppe verlieren.

  Gedruckt + Digital  
  Digital  

Hören Sie diesen Artikel weiter mit P F plus:

4 Wochen freier Zugang zu allen P F plus Artikeln inklusive ihh Payper.

Jetzt für 1,00 Euro testen!

Publik-Forum
Publik-Forum
Einen Moment bitte...
0:000:00
1.0