Aufgefallen
Kämpfer für das Recht
Die Szene ging Peter Fahlbusch nahe. Eine geflüchtete Mutter mit vier Kindern wurde Anfang des Jahres am Flughafen Frankfurt, noch bevor sie offiziell eingereist war, in Transithaft genommen. Gleich sieben Bundespolizisten führten die Familie einer Richterin vor. Die verkündete ihnen die Haftanträge, und auch die Kinder, das Jüngste war drei Jahre alt, das älteste elf, befragte und belehrte sie. Später erlebte die Familie hautnah mit, wie ein ebenfalls inhaftierter Flüchtling versuchte, sich im Innenhof zu erhängen. »Wieso kann man überhaupt kleine und kleinste Kinder einsperren? Wie können wir so was verantworten?«, fragt Peter Fahlbusch, der sich seit fast zwanzig Jahren als Anwalt für Menschen in Abschiebehaft einsetzt.
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