Debatte um Winnetou
Über einen Shitstorm, den es nie gab
Über Kindheitshelden aus vergangenen Zeiten lässt sich toll streiten. Die emotionale Debatte um Winnetou hat das eindrucksvoll bewiesen. Der Ravensburger Verlag hatte das Kinderbuch zum Film »Der junge Häuptling Winnetou« kurzfristig aus dem Programm genommen, es folgte eine Welle der Entrüstung: Jetzt werden auch noch Winnetou und Old Shatterhand gecancelt, hieß es. Nun hat die Software-Firma Scompler die Veröffentlichungen zu dem Thema untersucht und herausgefunden: Boulevardmedien haben den Streit fabriziert. Der Verlag ist nicht unter dem Druck linker »Agitatoren« oder einem antirassistischen Shitstorm eingeknickt. Das Buch wurde zunächst nur vereinzelt kritisiert. Die große Aufregung ging erst los, als die Geschichte über vermeintliche linke Tugendwächter in der Welt war.
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