Editorial
Liebe Leserin, lieber Leser,
bisher habe ich immer etwas belustigt meine Kollegin gefragt, wenn es um die korrekte Bezeichnung von Menschen mit einer besonderen sexuellen Orientierung oder Geschlechtsidentität ging. »Wie muss ich das politisch korrekt schreiben?« Inzwischen ist mir das peinlich. Man kann das ja auch mal lernen und dann Bescheid wissen – gelegentliche Fehler eingeschlossen. Peinlich ist mir das, seit ich am Tisch der mosaiQ*-Wohngruppe der Evangelischen Jugendhilfe Bochum gesessen und zwei trans Jugendlichen zugehört habe. Dort ist mir klar geworden: Es geht nicht um Sprachpolizei, sondern um Menschen, die mitgemeint sind oder eben nicht. Wer den zwei beeindruckend klaren jungen Leuten zuhört, deren Großwerden nicht einfach ist, der möchte ihnen doch Liebe und Verständnis vermitteln. Das fängt mit einer inklusiven Sprache an (Seite 12).
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Christoph Fleischmannist Redakteur im Ressort Religion & Kirchen.

