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Leserbrief
Selbstkritisch aufarbeiten

vom 10.09.2024
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Zu: »Allwissend war keiner« (15/2024, Seite 11)

Der Begriff »Pandemie der Ungeimpften« wurde benutzt, um die Impfpflicht zu rechtfertigen. Er war nie gerechtfertigt, denn die Impfung hat nie vor der Ansteckung anderer bewahrt. Als Lehrerin war ich von der Berufsimpfpflicht betroffen. Für Kinder mit Handicaps waren Schulschließungen und Maskentragen die Hölle. Gerri Clemens, Kassel

Dieser Artikel stammt aus Publik-Forum 17/2024 vom 13.09.2024, Seite 62
Woher diese Wut?
Woher diese Wut?
Wolfgang Thierse über die Wahlen im Osten und ihre Folgen für die Demokratie

Herzlichen Glückwunsch zu ihrer treffenden Schlussfolgerung: »Die Protokolle zeigen, was es aufzuarbeiten gilt. Es gab den politischen Druck aus Bund und Ländern, das Regierungshandeln als alternativlos hinzustellen.« Ja, genau. Es gibt aber noch mehr aufzuarbeiten: Hat es auch den Druck auf die Medien gegeben, Angst und Panik zu verbreiten? Oder hat sich die Mehrheit der bürgerlichen Presse und des öffentlich-rechtlichen Rundfunks diesem Motto selbst verschrieben? Welche Mitschuld und Mitverantwortung haben die Medien? Diese Frage sollte sich jede Redaktion selbstkritisch stellen, statt nur nach etwaigem Fehlverhalten bei RKI und Politik zu fragen. Kritik wurde nicht ernstgenommen, vorsichtiges Infragestellen sofort als verantwortungsloses Verhalten diffamiert. Andreas Gassen, Chef der Kassenärztlichen Vereinigung, beklagt die Stigmatisierung von Ungeimpften während der Pandemie und fordert zu Recht eine Enquetekommission. Sie ist dringend nötig, denn die nächste Pandemie kommt bestimmt. Christa Hagenbucher, Fürth

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