Personen und Konflikte
Paul Schulz,Hamburger »Ketzerpastor«, hat sich enttäuscht über die Ablehnung seines Revisionsverfahrens geäußert. Sein Ziel sei »eine offene Diskussion über Gott und die Welt« gewesen. Diese Auseinandersetzung habe die Kirche nun »letztgültig verweigert«. Wegen seiner Aussagen, dass er weder an einen persönlichen Gott noch an ein Jenseits glaube, war gegen den heute 74-Jährigen ein Lehrzuchtverfahren eröffnet worden. Es endete 1979 mit der Aberkennung aller Rechte aus der Ordination. Das Spruchkollegium der Vereinigten Evangelisch-Lutherischen Kirche Deutschlands (VELKD) hatte den Antrag von Schulz auf Wiederaufnahme des Lehrzuchtverfahrens als »nicht zulässig« abgelehnt, da Schulz kein Kirchenmitglied mehr sei. Auch habe er seine Ordinationsrechte nicht wiedererlangen wollen. Schulz erklärte dazu, er bleibe ordinierter Theologe. Viel von dem, was er 1970 gepredigt habe, sei heute in der Kirche selbstverständlich.
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