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Publik-Forum, Heft 18/2022
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Wer finanziert Woelkis Hochschule?

vom 23.09.2022
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Als das Wasserwedeln noch geholfen hat: Kardinal Rainer Maria Woelki bei der Einweihung der Hochschule am neuen Standort in Köln (Foto: Erzbistum Köln/Knieps)
Als das Wasserwedeln noch geholfen hat: Kardinal Rainer Maria Woelki bei der Einweihung der Hochschule am neuen Standort in Köln (Foto: Erzbistum Köln/Knieps)

Neuer Streit um Woelkis Prestigeprojekt. Es geht um ein Zitat, das im Verdacht einer Notlüge steht: Für den Zeitraum der nächsten sechs Jahre sei die finanzielle Ausstattung der Kölner Hochschule für katholische Theologie (KHKT) gesichert, schrieb sinngemäß deren Rektor Christoph Ohly an die Agentur AKAST. Diese begutachtet die katholisch-theologischen Studiengänge und stellt die notwendige kirchliche Zustimmung fest. Nach einem Bericht der FAZ seien aber zum Zeitpunkt des Schreibens von Ohly im März diesen Jahres keine langfristigen Finanzierungszusagen vonseiten des Erzbistums bekannt gewesen. Bisher hat das Erzbistum den Betrieb der Hochschule mit rund drei Millionen Euro pro Jahr unterstützt. Den Gremien im Erzbistum, die einer weiteren oder gar höheren Subventionierung der Hochschule zustimmen müssten, sei immer wieder suggeriert worden, dass das Erzbistum nur eine Anschubfinanzierung für die Hochschule leisten müsse, die sich dann durch weitere Sponsoren und staatliche Zuschüsse tragen könne, so der Bericht der FAZ. Obwohl die FAZ den Wortlaut des Schreibens zitiert hat, widersprach Ohly, dass er eine verbindliche Finanzierung der KHKT zugesagt habe. In einem Interview mit dem Kölner Stadtanzeiger hat Kardinal Rainer Maria Woelki angedeutet, doch Kirchensteuermittel für die Finanzierung der Hochschule heranzuziehen, da dies nur »zunächst« ausgeschlossen worden sei. Die letzten Jahre kamen die Zuschüsse aus dem sogenannten Fonds für besondere Bedürfnisse, der aber nun bald erschöpft ist. In der FAZ hieß es dazu, dass nur ein einziges Protokoll »zunächst« Kirchensteuermittel ausschließe. In anderen Protokollen sei festgehalten, dass der Betrieb der Hochschule für das Erzbistum stets »ergebnisneutral« sein werde.

Dieser Artikel stammt aus Publik-Forum 18/2022 vom 23.09.2022, Seite 42
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