Wind of Change in Rom

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»Wenn ich diese Klerikalen sehe, werde ich selbst antiklerikal.« Das sagt nicht irgendeiner, das sagt Papst Franziskus. Deren »höfisches Gehabe in der römischen Kurie« verurteilt er als »die Lepra des Papstamts«. Und Franziskus lässt den Worten Taten folgen. Ein halbes Jahr nach seiner Wahl greift er durch im Vatikan. Der führungsgewohnte Jesuit aus dem Dritte-Welt-Staat Argentinien lässt sich dabei nicht von Vorlieben oder vom Zufall leiten leiten, wie dies seine Vorgänger taten. Nein, Franziskus verfolgt geduldig seine Linie.
Weichen müssen sämtliche Behördenchefs und mächtigen Kurienkardinäle, die zum konservativen Lager um den nun abgesetzten Ex-Kardinalstaatssekretär Tarcisio Bertone zählen. Die Neuen, allen voran der neue Kardinalstaatssekretär Pietro Parolin, die »Nummer zwei« (
Der Papst will die vom Zweiten Vatikanischen Konzil (1962-1965) eingeleitete Öffnung der katholischen Kirche zur modernen Kultur entschiedener voranbringen. »Die Kirche muss wieder eine Gemeinschaft des Volkes Gottes werden«, sagt er und geißelt die »Vatikan-Zentriertheit« der Kurie und den »Klerikalismus« mancher Karrierepriester, der ihn selbst »zu einem »Antiklerikalen« mache. Es sei nötig, kirchliche Strukturen zu ändern, betont der Papst im Gespräch ausgerechnet mit dem Laizisten Eugenio Scalfari, dem Herausgeber von Italiens linksliberaler Tageszeitung
La
Repubblica
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