Am Ende ko m men Touristen
Ist der Böttcher, der gerade ein Fass fertiggestellt hat, glücklicher als der Wirt, der neben der Garage seines Hotels »Hüttenatmosphäre« vortäuscht, um dort in Magnumflaschen Champagner zu verkaufen? Was hat der Viehmarkt mit dem Autoparkplatz vor einem Skihang zu tun? Hatten sich die Frauen, die nebeneinander am Spinnrad sitzen, mehr zu sagen als diejenigen, die auf dem Hometrainer sitzen? Oder ist das nur unser romantischer Blick auf eine vergangene Epoche? Dass die Alpen überhaupt zu einem Sehnsuchtsort für Touristen werden konnten, verdanken sie nicht zuletzt einer verehrenden Hinwendung zu einer als erhaben erfahrenen Natur, wie sie etwa in den Bildern William Turners zum Ausdruck kommt. Doch im Zugriff auf diese Natur verändert sich auch die sie umgebende Kultur. Eine touristische Dienstleistungskultur tritt das bäuerliche Erbe an und bewahrt Teile davon als Kulisse.
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