Öffnen wir uns den Flüchtlingen!

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Die Schweiz soll 5000 syrische Flühtlinge aufnehmen, fordern Solidaritäsnetze. Menschenrechtsaktivistin Anni Lanz aus Basel erntete in St. Gallen den Beifall von 300 TeilnehmerInnen einer Kundgebung gegen den Krieg, als sie feststellte: »Das ist noch viel zu wenig, verglichen mit dem Libanon, dessen Bevökerung zu mehr als einem Füftel aus syrischen Flühtlingen besteht.« Sie erinnerte an Fluchthelfer im Zweiten Weltkrieg, an die Asylbewegung der 80er und 90er Jahre, an die Freiplatzaktion fü Chile-Flühtlinge. »Wir haben einen kostbaren Erfahrungsschatz der widerstädigen Zusammenarbeit. Öfnen wir uns den Bügerkriegs- und Armutsflühtlingen!« Der Antirassismus-Treffpunkt CaBi St. Gallen und weitere Organisationen fordern darum in einem Offenen Brief an den Bundesrat, die Schweiz solle 100 00 syrische Flühtlinge aufnehmen – eine Zahl, die uns die weltweiten Proportionen bewusst machen soll (siehe S. 47). Unser Gätezimmer ist bereit.Eine Demo fand auch in Bazenheid SG vor dem Ausschaffungsgefägnis statt. Sie forderte einen Stopp der Isolationshaft. Seit 50 Tagen harrt ein vom Krieg traumatisierter Afghane auf seine Rükschaffung nach Italien. »Ein Standardfall«, beschwichtigt der Chefbeamte. »Er könte die Schweiz ja freiwillig verlassen.«Und so singen wir mit Franz Hohler: »Gueti Reis, blibet gsund und chöed guet witer / dir wäet bi eus allwänie richtig wohl / euchi Auge si z dunkel, euchi Näe si z schwierig / dir gseht’s doch, euses Boot isch scho voll! – Und mir blibe zrugg, Fleisch i der Gfrüi / der Summer isch do, und mir grillen und schwitze / und doch het me s Gfül, es wäd nie richtig warm.«
