Die Priestermorde von Mexiko
Eine Mordserie an katholischen Priestern erschüttert die Gesellschaft Mexikos. Mit Icmar Arturo Orta ist bereits der siebte Priester in diesem Jahr im Grenzgebiet von Amerika und Mexiko ermordet worden, und es spricht viel dafür, dass organisierte Banden und Drogenkartelle hinter den Morden stecken. Reiner Wilhelm, Mexiko-Referent des katholischen Lateinamerika-Hilfswerks Adveniat vermutet, dass mit den brutalen, zum Teil angekündigten Morden die Zivilgesellschaft eingeschüchtert werden soll. »Sie nehmen den Gemeinden die Hoffnungen und mahnen: ›Passt auf, was ihr dem Pfarrer erzählt!‹ Die Priester sind gut vernetzt und erfahren auch durch die Beichte sehr viel. Ihr Wissen und ihr soziales Engagement können den Kartellen gefährlich werden.« Man wolle die Zivilgesellschaft schwächen, indem man ihr »teilweise im wahrsten Sinne des Wortes den Kopf abhackt«.
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