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Die Sehnsucht nach dem »liberalen« Islam

Die deutsche Mehrheitsgesellschaft definiert, wer ein guter Muslim ist. Das ist übergriffig. Zwischenruf zur Islamkonferenz
von Muhammad Sameer Murtaza vom 26.10.2018
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Im derzeitigen gesellschaftlichen Klima ist es sicherlich nicht übertrieben, festzustellen, dass die meisten Deutschen entweder einen anderen oder gar keinen Islam im Lande wünschen. Oft ist die Rede von »dem Islam«, als gäbe es ihn nur in einer einzigen Erscheinungsform, und von »den Muslimen«, die allein auf ihren Glauben reduziert und als Fremdkörper wahrgenommen werden. Kein Wunder also, dass sich die Öffentlichkeit empfänglich zeigt für ein Phänomen, das sich als »liberaler« Islam bezeichnet. Einen »liberalen« oder am besten gleich »säkularen« Islam erhofft sich derzeit auch das Innenministerium von der Deutschen Islamkonferenz, die im November neu zusammenkommen wird. Klingt in den Ohren vieler Nichtmuslime gut, hat aber ein Problem: Die meisten Mitbürger muslimischen Glaubens können mit derlei Etiketten nichts anfangen.

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